Augsburger Fliegerbombe forderte bayernweite Unterstützung

Veröffentlicht am 26.12.2016

Aufgrund eines Fliegerbombenfundes am vergangenen Dienstag mussten am 1. Weihnachtsfeiertag wegen der bevorstehenden Evakuierung rund 54.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. In diesem Gebiet befand sich unter anderem ein Krankenhaus und mehrere Seniorenheime mit erkrankten, verletzten und auch bettlägerigen Patienten, diese waren folglich nicht in der Lage ihre Wohnumgebung eigenständig zu verlassen. Es stellte sich bereits in den ersten Stunden der Planungsarbeiten der Stabsstelle des BRK- Landesverbandes heraus, dass die örtlichen Kapazitäten für eine solch große Evakuierung nicht ausreichen werden, worauf bayernweit Hilfeleistungskontingente angefordert wurden um bei der Evakuierung aus dem Gefahrenbereich zu unterstützen.

 

 

Hierbei kamen bayernweit insgesamt 860 Helfer (inkl. Helfer aus Schwaben) mit 300 Fahrzeugen, in so genannten „Kontingenten“, aus den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, Mittelfranken, Oberfranken (auf Standby), Unterfranken, Mittelfranken und Oberbayern, zusammen. Dies wurde nur durch die reibungslose, kameradschaftliche und vertraute Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen (Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser-Hilfsdienst, Johanniter-Unfallhilfe, Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft), der privaten Institution Medizinisches Katastrophen-Hilfswerk Deutschland e.V., dem Technischen-Hilfswerk, der Feuerwehr, Polizei und Stadt Augsburg ermöglicht.

 

 

In den insgesamt 7 Betreuungsstellen wurden rund 1.000 Menschen von Einsatzkräften der Hilfsorganisationen betreut.

Heute früh gegen 5:00 Uhr verzeichneten wir insgesamt über 700 abgearbeitete Krankentransporte. Hierbei ist die Anzahl der Hin- und Rücktransporte von den Unterkünften zusammengefasst.

 

Wie bereits in den Sozialen-Medien kommuniziert, hatten wir zu Einsatzbeginn vor allem mit dem Problem zu tun, dass zusätzlich zu den Vorbestellungen an Krankentransporten am Vortag, während der Evakuierung insgesamt 160 Transporte über die 0821-19222 und knapp 80 durch Polizei und Feuerwehr beim Kontrollieren der Wohnungen gemeldet wurden. Demzufolge kam es zu leichten zeitlichen Verzögerung von circa einer Stunde.

Heute Morgen gegen 5:00 Uhr endete der Dienst für die letzten Einsatzkräfte der bayernweiten Hilfeleistungskontingenten. Diese wurden durch die morgens alarmierten 12 Fahrzeuge, von Schnelleinsatzgruppen der Kreisverbände Augsburg-Stadt, Augsburg-Land und Aichach-Friedberg, abgelöst.

 

 

Unser Dank und unsere größte Anerkennung gilt allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die ihren 1. Weihnachtsfeiertag dafür genutzt haben, anderen Menschen zu helfen. Wir danken den Familien und Angehörigen für das unfassbare Verständnis und die entgegengebrachte Unterstützung. 

 

München 26.12.2016

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