Syrien-Konflikt

Veröffentlicht am 01.12.2016

Seiters: Lage in Aleppo immer verzweifelter -

Tausende auf der Flucht

  

Mit der Intensivierung der Kampfhandlungen wird die Lage der Zivilbevölkerung in Aleppo immer verzweifelter. In einer neuerlichen Fluchtwelle flohen tausende Menschen in den vergangenen Tagen vor allem aus dem Ostteil der Stadt vor Gewalt, Chaos, Zerstörung und Hunger. „Das Deutsche Rote Kreuz ruft alle Konfliktparteien dazu auf, sichere Fluchtwege zu garantieren sowie eine grundlegende Versorgung der Menschen mit Nahrung, Obdach, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung zuzulassen“, sagt DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters. „Ganz gleich, ob Zivilisten bleiben oder fliehen, sie müssen von Angriffen verschont bleiben“, fügte er hinzu.

  

Seiters warnte davor, dass sich die Versorgungslage der Menschen insbesondere im Osten Aleppos mit der Fortsetzung der Kämpfe weiter dramatisch verschlechtern werde. „Die Lage ist ernst, die letzten Lebensmittelvorräte gehen zur Neige. Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond stehen bereit, dringend benötigte Lebensmittel zu liefern und medizinische Versorgung sowie die Evakuierungen der Verwundeten und Kranken zu leisten. Doch dafür sind die notwendigen Sicherheitsgarantien von allen, die in Aleppo kämpfen, unerlässlich. Da diese ausbleiben, können das Rote Kreuz und der Rote Halbmond seit Monaten keine Hilfe im Osten Aleppos leisten. Alle Konfliktparteien sind aufgefordert, humanitäre Hilfe zuzulassen und die Helfer ihre lebensrettende Arbeit machen zu lassen“, sagte Seiters.

 

Die jüngste Fluchtwelle erhöht zusätzlich den Druck auf die überlasteten Gemeinschaftsunterkünfte im Westen der Stadt, die seit August mehr als 40.000 Menschen aufgenommen haben. Seiters mahnte, dass in den Gebieten, in denen Geflüchtete aufgenommen werden, sichergestellt sein müsse, dass die grundlegenden humanitären Bedürfnisse erfüllt sind. „Das Rote Kreuz und der Rote Halbmond leisten hier bereits dringend benötigte und lebensrettende Hilfe. Sobald die notwendigen Sicherheitsgarantien vorliegen, können unsere Teams in ganz Aleppo Hilfe leisten,"  fügte Seiters hinzu.

 

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